Wie trainiere ich, dass mein Hund nicht (mehr) an der Leine zieht?

bordeaux-994708_1920Kennst du auch die Situation, in der du dich fragst, wer hier eigentlich wen Gassi führt? Der Mensch seinen Hund oder doch eher der Hund seinen Menschen?

Nicht nur junge Hunde ziehen beim Gassigehen oft an der Leine. Dieses Phänomen scheint weit verbreitet zu sein.
Dass diese Hunde nie gelernt haben, an der lockeren Leine zu gehen, ist wohl meistens der Hauptgrund.

Wir stellen dir in diesem Artikel Möglichkeiten vor, wie du die sogenannte Leinenführigkeit trainieren kannst.

  • Stehenbleiben

Diese Möglichkeit ist wohl am einfachsten und vielerorts durchführbar – Gefahrensituationen solltest du immer und Ablenkung vorerst meiden. Sobald sich die Leine zwischen dir und deinem Hund strafft, bleibst du einfach regungslos stehen – ohne etwas zu sagen – es würde ohnehin nichts bringen. Dein Hund wird natürlich weiterlaufen wollen und irgendwann versuchen, die Leine zu lockern, um dem Druck am Halsband/Geschirr zu entgehen. Dies kann er lösen, in dem er sich hinsetzt, zurückgeht, dir seinen Blick zuwendet. Möglicherweise musst du nach zwei Schritten schon wieder stehenbleiben und das mehrmals. Vergiss bitte nicht das Loben, wenn dein Hund das macht, was du möchtest. Damit er es weiß, wenn er etwas richtig macht.

  • Schnelle Richtungswechsel

Diese Möglichkeit ähnelt der vorherig beschriebenen, ist allerdings am besten auf einem Trainingsplatz oder einer Wiese durchzuführen. Auch hier gilt der Satz ‚Gefahrensituationen solltest du immer und Ablenkung vorerst meiden‘. Die Vorgehensweise bleibt dieselbe, nur dass du schon reagierst, sobald dein Hund dich überholen will (also weiter vor dir läuft, als am Bein neben dir = „bei Fuß“). Wenn er das tut, änderst du sofort die Richtung, was ein Leinenstraffen zur Folge haben wird. Dein Hund merkt, dass er nun mehr aufpassen muss, wo du hinläufst und dass du die Richtung bestimmst. Wiederhole das, bis deine Hund eine Weile an lockerer Leine neben dir läuft und vergiss auch hier nie das Lob, sobald die Leine locker durchhängt!

  • Seitenwechsel/Beschäftigen

Vielleicht hast du schon einen Grund gefunden, weshalb dein Hund immerzu an der Leine zieht? Es kann sein, dass er zu gern auf deiner rechten Seite läuft, da er von dort aus super an der Hauswand schnuppern kann – aber willst du das auch? Es kann demnach helfen, deinen Hund konsequent auf die andere Seite zu holen und ihn, in diesem Fall, immer links von dir laufen zu lassen. Aber achte trotzdem auf Gefahrenquellen. Außerdem wird das Training für deinen Hund und dich spannender, wenn du einige Hindernisse einbringst. Das stärkt dann außerdem noch eure Mensch-Hund-Beziehung.sunset-743429_1920

  • Leine in die andere Hand

Wenn alles nichts hilft, dann sehr wahrscheinlich diese Methode. Du nimmst die Leine in die Hand auf der Seite, wo der Hund NICHT läuft. Die Leine hängt hinter dir in den Kniekehlen. Wenn dein Hund nun nach vorn stürmt, stoppst du dies automatisch mit deinen Beinen ab. Diese Methode wird dir anfangs vielleicht etwas wehtun, aber daran kannst du dich gewöhnen und wir machten die Erfahrung, dass es so entspannter ist, spazierenzugehen. Außerdem hast du nun definitiv eine Hand frei, mit der du deinen Hund während des Laufens positiv bestätigen kannst.

Natürlich braucht alles seine Zeit und du solltest deinen Hund nicht überstrapazieren. Es ist ein richtiges Training, was aber auch Früchte tragen wird. Also nicht verzagen.
Unser Geheimrezept setzt sich aus Konsequenz, Geduld und Ausdauer zusammen. Viel Erfolg!

Wie trainierst du die Leinenführigkeit mit deinem Hund? Womit hast du deine größten Erfolge erzielt? Schreib‘ es in die Kommentare!

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